Kein Passwort? Kontaktiere mich in meinem Gästebuch und hinterlasse mir eine Möglichkeit mich bei dir zu melden.

Aktuelles:

 

=)Neues bei meiner Länderentscheidung !!!


=)Neuer Blogeintrag vom 9. Juli 2O1O

 

"Piep piep piep, ich habe den Postboten lieb!"

 

Termine:


=)Ende der Rückmeldefrist am 26. Juli

 

=)Schulanfang am 30. August [zehnte Klasse]

 

Stand: 15. August '10

Die Idee

Die Idee. The idea. Tanken. Ajatukseen. Ideen. L'idée.

 

Die Idee, wie es dazu kam, dass ich weg möchte, ist eine längere Geschichte. Aber ich werde sie erzählen. Vielleicht bekommt jemand dann das selbe Gefühl wie ich? Es ist ein wundervolles Gefühl und ich möchte es mit anderen teilen.

 

Ich weiß gar nicht mehr so genau wie das alles anfing, nur noch grob. Ich glaube die erste Erfahrung mit dem Thema Ausland hatte ich durch die Sendung >>Auf und Davon<<, die auf VOX läuft. Damals kam das noch immer Nachmittags und ich habe es manchmal mit meinem Dad nach den Hausaufgaben geguckt. Ich fand das irgendwie interessant und wir beide kamen ins Gespräch. Mir war damals klar, dass ich kein Jahr weg möchte, das war für mich einfach zu lange. Selbst drei Monate waren an der Grenze. Mehr hatte ich mir auch nie dabei gedacht. Doch als ich die Sendung noch einmal geschaut hatte, fand ich das noch interessanter und habe mich im Internet informiert. Da hat es dann bei mir Klick gemacht und ich wollte für ein Jahr weg. Die ganzen Vorteile waren einfach zu verlockend, auch wenn ich meine Familie für eine lange Zeit nicht sehen würde. Das war ca. 2007. Jedoch war das Thema Ausland dann auch wieder uninterssant. Hin und wieder erkundete ich mich, aber das war es auch schon.

 

Das Fernweh kam erst im Dezember 2008. Da fing alles so richtig an. Diese Mal befasste ich mich intensiv mit dem Thema. Ich hatte Stunden damit verbracht und konnte einfach nicht genug bekommen. Ich fing an die ersten Prospekte zu bestellen, meine Eltern wusste zu diesem Zeitpunkt noch nichts. Als das erste Prospekt dann kam, hatte ich es meiner Mutter erzählt und irh alles vorgelesen. Eigentlich kenne ich, glaube ich, jedes Prospekt auswendig. Meine Mutter war genauso begeistert, nur die Preise schreckten schon etwas ab. Doch ich gab nicht auf, ich habe weiter gelesen und mein Traum wurde immer größer. Nach und nach las ich Erfahrungsberichte und ich konnte es kaum noch erwarten. Die Länderwahl fiel mir auch von Bericht zu Bericht immer schwerer.

 

Bald wurde mir aber klar, dass ich es auch meinem Vater mal sagen musste. Bis jetzt war nur meine Mutter von meinen Plänen eingeweiht. Hinzu kam, dass mein Vater sich schon gedanken machte, auf welche Schule ich nach der zehnten gehen sollte. Irgendwie hatte ich aber Angst davor es meinem Dad zu sagen, warum das wusste ich nicht. Ich denke jedoch das, dass daran lag, weil ich seine kleine 'Prinzessin' doch bin. Ich wollte ihm das schonend beibringen. Da kam mir unser Radiosender entgegen. Denn durch Zufall hatten sie einen Abend dort ehemalige Austauschschüler aus unserem Kreis. Sie erzählten und am Ende stellte sich heraus, dass mein Dad auch zugehört hatte. Wir unterhielten uns am Abend darüber und ich erfuhr, dass er Norwegen ganz interessant als Austauschland fände und dass es auch ziemlich viele Vorteile gibt. Ich freute mich sehr darüber, denn somit war ich meinem Traum noch ein Stück näher. Meine Mum hatte ich dann auch noch durch zwei Reportagen über Neuseeland für das Land begeistert. Doch das wurde durch eine Tsunamiwarnung zerstört. Sie hatte einfach zu viel Angst um mich, was aber auch verständlich ist, irgendwie. An dem Abend stellte sich aber auch heraus, dass mein Vater Asien gar nicht mag, warum dass wusste ich nicht. Ich war etwas geknickt, denn zu dieser Zeit wollte ich unbedingt nach China.

 

Es hatte noch etwas gedauert, bis wieder etwas passierte und deswegen kam es auch noch umso plötzlicher. Alles fing eines Abends an. Ich lag im Bett und hatte wieder Fernweh. Meine Freundin wusste von meinen Plänen noch nichts. Irgendwie hatte ich dann an diesem Abend das Gefühl ihr es zu sagen, ihr es sagen zu müssen, genauso wie meinem Vater. Ich bin Stunden wach geblieben, da ich es nicht erwarten konnte, es ihnen zu sagen. Ich bin dann auch eingeschlafen mit der Vorfreude auf den nächsten Tag. Doch am anderen Morgen hatte ich nicht mehr diesen Drang, er war weg. Ich hatte mir dann gedacht, dass ich mich so zusagen in eine Zwickmühle bringen muss, sonst würde ich es meiner Freundin nie sagen. Gedacht, getan. Ich hatte ihr gesagt, ich muss mit ihr reden. Doch leider ging mein Plan nicht auf. Ich habe einfach über etwas anderes geredet. Somit kam ich aus der Sache 'fein' raus.

 

Das schlimmste jedoch kam am Abend. Dies war der Auslöser, warum ich mich von dem Thema Austauschjahr erst einmal distanziert hatte. Ich wollte es meinem Vater sagen, mir sein Ok holen und meinem Traum ein Stück näher kommen. Ich nahm mir den Mut und wollte mit ihm reden, mein Herz hatte total geklopft. Dieses Herzklopfen werde ich wohl nicht so schnell vergessen. Ich ging zu meinem Dad und probierte das Thema Austauschjahr anzusprechen. Es ging auch ganz gut, aber direkt kamen wir nicht darauf. Setzendlich lief das ganze so aus: Ich sollte Brote schmieren. Das war natürlich erschütternd für mich. Danach hatte ich erst einmal genug von dem Thema.  Ich hatte das Gefühl meinen Traum nicht erfüllen zu können.

 

Das Thema ließ mich einfach nicht los und somit hatte ich mir vorgenommen meinem Dad es noch im Jahr 2009 zu sagen und siehe da, am 30. Dezember war der Tag. Die Tage davor hatte ich ihn darauf vorbereitet. Wir hatten viel über Länder geredet und ich hatte festgestellt, dass wir den selben Geschmack haben. Er fand sogar China und Japan interessant! Dabei dachte ich immer er möge es nicht. Nun gut, wir hatten uns Stunden über einzelne Länder unterhalten, warum man da hin will und so weiter. Ich habe auch erwähnt, dass so Auslandserfahrungen wirklich toll sind und so weiter…

 

Dann waren wir einkaufen, ein guter Zeitpunkt um mit ihm zu reden. Jedoch hatte ich auch noch ein neues interessantes Thema gefunden. Das IB. Ich würde sogar auf das Austauschjahr verzichten und dann lieber nach der 10. das IB machen. Das IB fand ich unheimlich interessant, das lag wahrscheinlich auch daran, dass ich kaum etwas darüber wusste. Es hatte aber auch einige Vorteile, denn mit einem Austauschjahr würde ich das Abitur erst mit ca. 20 haben, was mich nicht unbedingt stört. Ich bin ja auf einer Realschule und nach der 10 würde ich ein Aaustauschjahr machen und dann würde ich auf ein Gymnasium gehen. Uns hat man aber gesagt man sollte am besten die zehn wiederholen. Somit wäre ich nicht nur ein Jahr älter, sondern zwei da ich ja auch noch das Austauschjahr hatte. Wie primitiv kommen mir dann meine Mitschüler vor? Schließlich habe ich auch noch mehr Erfahrungen und bin um einiges reifer.

 

Jedenfalls saßen wir dann im Auto und ich war gar nicht aufgeregt und hatte nur leichtes Herzklopfen. Nicht so wie bei meinem ersten Versuch. Vielleicht lag das auch daran, dass ich mehr überzeugt war. Schließlich nahm mein Traum auch schon Form an, da ich mich in ein paar Monaten bewerben wollte. Jedenfalls saßen wir dann im Auto und ich war am überlegen wie ich das Gespräch anfange. Mir kam dieses „Du Papi? Ich habe mich mal über bla bla…“ Dieses du Papi nervt mich total. Das Gespräch lief dann ungefähr so ab:

„Papi? Wusstest du eigentlich dass man einen IB machen kann? Also ein internationales Abitur?“ Ich habe ihm dann alles erklärt, wie lange das dauert, Vor- und Nachteile usw. Nur der Preis der war etwas erschreckend. Er meinte dann, dass wir uns das nicht leisten können. Nun denn. Dann habe ich mir gedacht, weiter gehts. „Wobei, wenn man mal den Preis von einem Austauschjahr dagegen hält. Enorm oder?“ Er hat dann nur genickt und meinte dann „Joa.“ Ich habe natürlich nicht locker gelassen. „Mich würde das ja schon irgendwie interessieren…“ Er dann sofort: „Was?“ „Ein Austauschjahr, also eine Kultur neu kennen zu lernen und so weiter.“ Dann kom etwas total niedliches: „Ah! Du willst mich verlassen!“, wie er das gesagt hat! Putzig. Ich hatte ihm dann ja beteuert, dass ich ja wieder komme, geglaubt hat er es mir nicht wirklich. Dann kam des genialste: „Dafür bist du doch noch viel zu jung!“ Ich habe ihm erklärt, dass man das zwischen 15 und 18 Jahren macht. Danach war stille. Jedoch sagte er dann, dass man ja darüber nachdenken könnte. Nein, hat er jedenfalls nicht gesagt. Nun haben wir 2010, ich mächte mich Ende April bewerben und nächstes Jahr (2011) würde ich dann fliegen.

 

Wie schnell die Zeit doch vergeht...

 

...anfangen zu träumen.